Mit dem Körper statt dagegen – Körpersignale verstehen

Kennst du das, du hast einen Tag Urlaub und so viel vor, doch dann: Kopfschmerzen. Mein Körper ist sehr verlässlich. Zielgenau zeigt er mir an, was mir gerade gut tut und schreitet ein, wenn ich mir mal nicht gut tue. Leider passen die Ideen meines Körpers nicht immer in meinen Plan oder zu meiner To-Do-Liste. Wir können lernen die Signale zu verstehen und auf uns zu achten, sie werden zu unserem inneren Leuchtturm im Sturm des Alltags.

Der harte Weg  

Vor dreieinhalb Jahren habe ich meine Masterarbeit abgegeben und bin voll in den Job gestartet. Nebenbei habe ich noch die Weiterbildung zur systemischen Beraterin absolviert. Doch das wird ja wohl möglich sein! Immerhin hatte ich vorher studiert und gearbeitet und die Weiterbildung begonnen. Leider habe ich diese Rechnung ohne meinen Körper gemacht. Ich habe geschlafen und zwar immer und überall. Mir sind bei der Arbeit die Augen zugefallen und von der Weiterbildung fange ich gar nicht erst an. Wenn ich dann ein Wochenende zum Ausschlafen hatte, habe ich fünfzehn Stunden am Stück geschlafen. Die Lösung habe ich in meinem Körper gesucht und nicht gefunden. Ich bin zum Arzt gegangen, vergeblich. Die Lösung war ich selbst. 

Körpersignale geschichtlich betrachtet

Natürlich ist es ein langer Weg den eigenen Körper zu verstehen und noch länger, die eigenen körperlichen Bedürfnisse zu respektieren. Viele Generationen haben die eigenen Körper als Maschinen behandelt. Körperliche Grenzen haben sie nicht gekannt. In Kriegen ging und geht es um das Überleben im Jetzt. Die Generationen vor den Weltkriegen haben in der Regel gearbeitet, bis sie umgefallen sind. Es gab eine Zeit und Umstände, die es erforderlich machten die Bedürfnisse des Körpers zu ignorieren. Es war eine Stärke so zu handeln. Doch heute ist das für die meisten Menschen in westlichen Ländern nicht mehr nötig. 

Körpersignale verstehen lernen, ist manchmal, als lägen Steine im Weg
Manchmal fühlt es sich, als legte unser Körper Steine in den Weg

Lerne deinen Körper zu verstehen

Stelle einen Kontakt zu deinem Körper her und nutze die Signale. Dein Körper sagt dir, was er gerade braucht, doch dafür musst du zuhören. Mitunter denken wir, unser Körper will dringend Kohlenhydrate, doch eigentlich braucht er Schlaf. Der Schlüssel ist Achtsamkeit. Das ist ein großes Wort. Wie geht das im Alltag?

  • Setze dich bequem hin und atme tief ein und aus. Spüre, wie der Bauch sich beim Einatmen weitet und beim Ausatmen wieder zusammenzieht. Scanne gedanklich deinen Körper. Wie geht es dir? Wie fühlen sich deine Füße an, deine Beine? Gehe alles ab und lass dir Zeit. Diese Übung kannst du in deinen Alltag einbauen. Du brauchst nicht immer viel Zeit. Wie wäre es an der Ampel, statt zum Handy zu greifen?
  • Nimm dir Stift und Papier und schreibe deine Lebensgeschichte aus der Perspektive deines Körpers. Wenn dir das zu groß ist, beschreibe deinen Alltag heute. 

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren. Wie immer freue ich mich über Kommentare und Fragen. Ich freue mich auch, wenn du mir berichtest, wie es dir mit den Übungen ergangen ist. 

Wenn du an diesem Thema intensiver arbeiten möchtest, vereinbare gerne einen Termin mit mir. Nutze dafür auch das kostenlose und unverbindliche telefonische Erstgespräch. Ich nehme mir dafür eine halbe Stunde Zeit.

Deine Birte

 

 

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2 Comments

  1. Liebe Birte, besonders anregend finde ich: “Nimm dir Stift und Papier und schreibe deine Lebensgeschichte aus der Perspektive deines Körpers.” Oder eben auch mal einen Tag. Das probier ich mal aus. Danke dir!

    Lieben Gruss Friederike

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