Nicht wie meine Eltern

Als ich letztes Wochenende mit dem Hund spazieren war, ist mir etwas passiert, was mir schon lange nicht mehr passiert ist. Ein Jogger fragte mich, ob ich die Tochter von Angela sei. Er meinte noch, dass es ja nicht zu übersehen sei. 

Es gab eine Zeit, in der mir das sehr häufig passiert ist. Also, nicht zwangsläufig mit Joggern, aber ich wurde auf meine Eltern angesprochen. Mir wurde immer wieder beteuert, wie unverkennbar die Ähnlichkeit sei. Meiner Mutter sei ich geradezu wie aus dem Gesicht geschnitten. Mit zwölf Jahren etwa fing ich an solche Äußerungen wirklich zu hassen. Ich wollte nicht, so aussehen wie meine Eltern. Vor allem aber wollte ich auf keinen Fall so sein wie meine Eltern.

Hauptsache ich bin nicht wie meine Eltern

Kennst du das? Denkst du manchmal „Hauptsache ich bin oder mache es nicht wie meine Eltern!” Erwischt du dich dann auch manchmal dabei, wie du etwas tust oder sagst wie deine Eltern? Ganz schlimm wird es, wenn anderen dies auffällt. Wenn diese anderen (zum Beispiel der Partner) dann sagt „Jetzt bist du wie deine Mutter.“ Keine Sorge, du bist nicht allein.

Und dann sind wir doch wie die Eltern

Doch was passiert, wenn wir mit aller Kraft versuchen nicht so zu sein wie die Mutter oder der Vater. Ein Freund von mir sagte eines Abends zu mir, dass er diese Sätze zu seinen Kindern sage, all diese Sätze, die er nie wieder hören wollte und nun sage er sie selbst. 

Wenn es gut läuft, lachen wir über solche Erkenntnisse. Meistens läuft es leider nicht so gut. Dann machen wir uns dafür nieder. Wir versuchen mit Druck dagegen zu arbeiten so zu werden wie unsere Eltern. Leider erzeugt Druck in der Regel Gegendruck. 

Sei wie du sein möchtest

Es gibt einen anderen Weg! Du kannst an den Einflüssen aus deiner Kindheit arbeiten. Du wirst nicht wie deine Eltern, denn du hattest nicht die Eltern, die deine Eltern hatten. 

Ich zeige dir hier drei Schritte, die dir bei deiner Entwicklung helfen. So schaffst du es raus aus dem Druck zu kommen. Denn ein wenig werden wir immer, wie unsere Eltern sein. Und das ist völlig okay.

  • Auf einer Skala von 1 bis 100 wie sehr bist du wie deine Mutter bzw. Vater?
  • Auf einer Skala von 1 bis 100 wieviel kannst du aushalten wie deine Mutter oder Vater zu sein?
  • Welche Personen gab es noch in deinem Aufwachsen, die dich geprägt haben? Schreibe dir zu vier Personen, die dich geprägt haben, drei gute und drei schlechte Eigenschaften auf.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Ausprobieren. Wenn du magst, teile mir mit, wie es dir mit dieser Anregung ergangen ist. Ich würde mich freuen.

Deine

Birte

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