Warum Content machen?

Fast eine Woche habe ich meinen Computer nicht aufgeklappt und mit meinem Handy habe ich meistens Hörspiele gehört. Social Media habe ich tagelang nicht geöffnet. Die Idee war da. Ich wollte etwas teilen und dann tauchte diese Frage auf: Warum will ich Content machen? Als ich mich dieser Frage zugewendet habe, habe ich gemerkt, dass sie von zwei Stimmen gefragt wird. Ich frage erschöpft und ich frage aufgeregt mit der Idee einer Strategie. In diesem Beitrag erzähle ich euch, warum ich Content mache und was das mit den beiden Stimmen zu tun hat. 

Content machen - Bild, dass Verwirrung zeigt.

Warum Content? Das war der Ursprung.

Na gut, vielleicht ist es nicht der Ursprung im Sinne des Urknalls. Trotzdem ist es ein Anfang. Als ich mit dem Blog auf der Seite birte-stark.de gestartet bin, wollte ich mein Wissen teilen, weil ich gelernt habe, dass Bildung verpflichtet. Ich hatte großes Glück, denn ich konnte studieren und Weiterbildungen machen. Das ist nicht für alle möglich. Deswegen wollte ich mein Wissen frei teilen. Gleichzeitig gab es zu diesem Zeitpunkt auch schon eine zweite Stimme. Eine, die sagt dass, Menschen so auf meine Seite finden und nebenbei mein Angebot entdecken. Ein bisschen hat das sogar funktioniert. 

Content machen - das Bild zeigt einen Computer und eine Kaffeetasse

Du kannst nicht verkaufen.

Vor vier Jahren habe ich mir Feedback zu meinem Blog geholt. Hängengeblieben ist in meinem Kopf „Du kannst nicht verkaufen.“ Gesagt hat sie aber auch: „Du kannst gut schreiben.“ Da ich nur gehört habe, was ich nicht kann, wurde ich vorsichtiger. Immer häufiger habe ich schon beim Schreiben des Rohtextes über SEO nachgedacht. Auch Beitragsbilder haben sich zu kleinen Barrikaden gemausert. Ich traue mich kaum, das zu schreiben, aber es hat vier Jahre gedauert, bis ich verstanden habe, dass ich das Feedback falsch geholt habe. Ich hatte keine Verkaufsstrategie. Ich hatte ja nicht mal richtig eine Verkaufsidee. Wie zu Beginn habe ich Beiträge geschrieben, die mein Wissen teilen und darunter habe ich in einem kleinlauten Absatz geschrieben, dass ich übrigens auch was verkaufe. Hätte ich in erster Linie verkaufen wollen – und mir das auch noch erlaubt – hätte ich eine Contentstrategie um mein Angebot gebaut.

Warum Content - Bild zeigt einen Ablauf

Content braucht eine Strategie.

Auf Social Media bin ich wirklich an jeder Ecke auf den Satz gestoßen: „Content braucht eine Strategie!“ Ich habe innerlich einen Ausschlag bekommen. Gleichzeitig gab es eine zweite Stimme. Sie war leise und zaghaft. Diese zweite Stimme wollte lernen, wie das mit dieser Strategie geht. Da klang irgendwie ein Versprechen mit, so als ob es klappt. Strategie klingt erwachsen. 

Die leise Stimme wurde lauter und dringlicher. Sie verstand sich außerdem ausgezeichnet mit diesem nervigen Glaubenssatz: „Ich bin nicht gut genug.“ Ich dachte, ich brauche Kurse und Bücher. Zwischendurch habe ich komplett an allem gezweifelt, was ich tue. Es könnte auch sein, dass ich das mit der Strategie nicht kann. Positiv formuliert bin ich ein kreativer, intuitiver Mensch. 

Und dann ist der Groschen gefallen: Für eine Strategie muss ich wissen, warum ich Content machen will. 

Warum Content - Bild zeigt mich mit meinem Handy

Bei deinem Warum geht es nicht um eine Motivationsfloskel.

Ich habe das Buch gehört „Finde dein Warum“. Tatsächlich habe ich es selber schon oft den Tipp gegeben, das Warum – also beim Schreiben das handlungsleitende Interesse – früh im Prozess aufzuschreiben. Früh heißt dann, wenn es präsent ist. Das hilft, wenn uns Gedanken beglücken wie „Das ist doch total klar.“ Und „Wissen eh schon alle.“ Wenn ich dann am Anfang aufgeschrieben habe, warum ich es erzählen wollte, ist das eine gute Erinnerung. 

Zurück zu dem Thema, warum Content. Wenn ich mein Warum für meinen Content formuliere, hilft mir das einfach gesagt, zu erkennen, was ich erzählen will.

Warum Content?

Am Anfang schreibe ich, dass mich das eine erschöpfte und eine aufgeregte Stimme fragt. Die erschöpfte Stimme ist die, die genug hat von Menschen, die mir sagen, wie es geht und es trotzdem irgendwie nicht geht. Sie ist auch die, die immer wieder aufsteht und losgeht. Die aufgeregte hat Lust, etwas Neues zu entdecken und würde gerne aussprechen, worüber sie erzählen möchte. 

Warum Content!

Warum ich Content machen möchte, ist eigentlich ganz einfach. Ich möchte andere motivieren und mich austauschen. Ich habe gezögert, weil es so viel gibt und weil es mein Muster ist, zurück zu treten und anderen Raum zu geben. Das ist in vielen Situationen gut. Im Coaching und als Trainerin hilft es mir, dass ich mich zurück nehmen kann, um anderen Raum zu geben. Wenn ich von mir erzählen will, um damit andere zu erreichen und zu bewegen hilft es nicht. Ja, ich habe mich gefragt, ob ich zu immer mehr Content beitragen sollte. Und dann sagten mir andere, dass ich mich abhebe. Ich erzähle anders. Übrigens nicht, weil ich anders erzähle, sondern, weil wir alles anders also individuell erzählen.

Warum Content - Bild von einem Plan

Und jetzt?

In der letzten Woche habe ich bei Svenja Walter gesehen, dass sie 365 Tage veröffentlichen will. Es kribbelte. In einem weiteren Beitrag erzählte sie wieder davon. „Ich bin dabei“, habe ich kommentiert. Heute ist Tag fünf von 365 und es ist der zweite Blogbeitrag in Folge. Mein Ziel ist es, täglich auf Instagram und LinkedIn zu veröffentlichen und einmal pro Woche gibt es einen neuen Blogbeitrag. Der Schreibcast erscheint weiter alle zwei Wochen und vielleicht gibt es noch einen zweiten Podcast, in dem es um eine nachhaltige Arbeitswelt geht. Ich bin gespannt, was noch kommt. Es brodelt in mir und ich habe Lust, dem Raum zu geben.

Content ist schreiben.

Content ist schreiben. Als ich über meinen Content nachgedacht habe, ist mir das wie Schuppen von den Augen gefallen. Das heißt, wenn ich nicht voran komme, könnte eine Schreibberatung helfen und weil ich mit einem Schreibberater podcaste, haben wir die Schreibberatung aufgenommen. Ihr könnt sie euch in eurer Podcastapp anhören. 

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